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Stellungnahme Kommunale Kofinanzierung Berufseinsteigerquali

                                    
                                        Stadt Karlsruhe
Der Oberbürgermeister

STELLUNGNAHME zum Antrag
GRÜNE-Gemeinderatsfraktion

Vorlage Nr.:

2019/1315

Verantwortlich:

Dez. 3

Kommunale Kofinanzierung der Berufseinstiegsqualifizierung an Karlsruher Schulen

Gremium

Termin

TOP

ö

Gemeinderat

21.01.2020

26

x

nö

Kurzfassung

Die Verwaltung wird den Bedarf an Plätzen für die Berufseinstiegsqualifizierung für die infrage
kommenden Karlsruher Schulen ermitteln und eine Vorlage mit dem konkreten
Kofinanzierungsbedarf von 25 % für die Sitzung des Schulbeirats am 24. Juni 2020 erstellen.

Finanzielle Auswirkungen
Ja

Gesamtkosten der
Maßnahme

Einzahlungen/Erträge
(Zuschüsse u. Ä.)

Jährliche laufende Belastung (Folgekosten
mit kalkulatorischen Kosten abzügl.
Folgeerträge und Folgeeinsparungen)

Nein

Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden
Ja
Nein
Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen:
Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik)
Umschichtungen innerhalb des Dezernates
Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den
Folgejahren zu
IQ-relevant

X

Nein

Ja

Korridorthema:

Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO)

X

Nein

Ja

durchgeführt am

Abstimmung mit städtischen Gesellschaften

X

Nein

Ja

abgestimmt mit

Ergänzende Erläuterungen

Seite 2

Das Förderinstrument Berufseinstiegsbegleitung existiert seit 2009. In Karlsruhe betreuen aktuell 13
Mitarbeiter/innen des Kolping Bildungswerks circa 220 Jugendliche mit Förderbedarf an sechs
Förder- Gemeinschafts- und Werkrealschulen. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass die
Berufseinstiegsbegleitung in der achten Klasse beginnt und mit dem ersten Ausbildungsjahr endet.
Damit bildet sie ein Bindeglied zwischen allgemeinbildender Schule und Berufsschule im Kontext
mit der dortigen Schulsozialarbeit.
Die Berufseinstiegsbegleitung war zum Zeitpunkt ihrer Einführung ein zielführendes Instrument, da
sie die Schüler/innen der Hauptschule in die duale Ausbildung hinein begleiten konnte. Die
Lebensplanung der jungen Menschen sieht nach Einführung der Werkrealschule und dem Wegfall
der Notengrenzen für den Besuch einer weiterführenden Schule heute oftmals anders aus.
Des Weiteren wurde wie in ganz Baden-Württemberg auch in Karlsruhe die Schulsozialarbeit in den
letzten Jahren deutlich ausgebaut. Dieses Angebot besteht aktuell an 63 allgemeinbildenden und
acht beruflichen Schulen. Hinzu kommt die AVdual-Begleitung an derzeit zwei beruflichen Schulen.
Aktuell gibt es in Karlsruhe über 50 Projekte und Maßnahmen zur Unterstützung junger Menschen
im Übergang von der Schule in den Beruf, viele in (Teil)finanzierung durch die Stadt.
Vor diesem Hintergrund ist zu prüfen, ob die Berufseinstiegsbegleitung an den bisherigen sechs
Schulen in diesem Umfang noch benötigt wird, und ob eventuell für weitere Schulen dieses
Instrument sinnvoll und notwendig ist.
Entsprechend der im Antrag genannten vier Punkte
1. Die Stadt übernimmt die erforderlichen Kofinanzierung von 25 % für die Weiterführung der
Berufseinstiegsqualifizierung an den betroffenen Karlsruher Werkrealschulen,
Gemeinschaftsschulen sowie Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren
(SBBZ) ab dem 1. September 2020.
2. Sie ermittelt dazu bei den betroffenen Schulen den aktuellen und künftigen Bedarf an
Plätzen sowie den dafür erforderlichen Kofinanzierungsbedarf von 25 %.
3. Sie legt dem Schulbeirat am 4. März 2020 eine Vorlage mit dem konkreten
Kofinanzierungsbedarf zur Beratung vor.
4. Auf dieser Grundlage kann der Gemeinderat die Fortführung der
Berufseinstiegsqualifizierung ab dem 1. September 2020 in der darauffolgenden
Gemeinderatssitzung beschließen.
schlägt die Verwaltung folgenden Verfahrensweg vor:
a. Mit den geschäftsführenden Schulleitungen und den bisher am Programm beteiligten
Schulen wird die Frage des bisherigen und künftigen Bedarfs an Berufseinstiegsbegleitung
besprochen.
b. Mit der Agentur für Arbeit, dem Träger des Projekts, dem Kolping-Bildungswerk e.V., dem
Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe, den Arbeitsförderungsbetrieben gGmbh sowie den
involvierten städtischen Ämtern wird der Gesamtkomplex - Bedarf, Finanzierung und
Umsetzung - diskutiert und eine gemeinsame Stellungnahme erarbeitet.
c. Aufgrund des notwendigen Vorlaufs (siehe Punkte a und b) wird für die Sitzung des
Schulbeirats am 24. Juni 2020 eine Vorlage mit dem konkreten Finanzierungsbedarf erstellt.
d. Auf dieser Grundlage kann der Gemeinderat über die kommunale Kofinanzierung der
Berufseinstiegsqualifizierung ab dem 1. September 2020 in der darauffolgenden
Gemeinderatssitzung beschließen.

Ergänzende Erläuterungen

Seite 3