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Genderstern Informationsvorlage

                                    
                                        Informationsvorlage
Vorlage Nr.: 2021/1506
Verantwortlich: Dez. 1
Dienststelle: ZJD/GB

Abschlussbericht des Projekts
"Genderstern – Umsetzung geschlechtergerechter Sprache bei der Stadt Karlsruhe"
Beratungsfolge dieser Vorlage
Gremium

Termin

TOP

ö

Hauptausschuss

11.01.2022

3

x

nö

Ergebnis

Information (Kurzfassung)
Der Hauptausschuss nimmt den Abschlussbericht des Projekts „Genderstern – Umsetzung
geschlechtergerechter Sprache bei der Stadt Karlsruhe“ zur Kenntnis.
Die Verwaltung will die Anwendung des Gendersterns als eine Option ermöglichen. Dazu sollen die
aktuellen Regelungen der Stadt Karlsruhe zu geschlechtergerechter Sprache weiterentwickelt werden und
in ein Kompendium mit Empfehlungen für die Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen münden. Ziel ist
eine umfassende wertschätzende Kommunikation, die allen Menschen respektvoll begegnet.
Der Hauptausschuss wird über die Ergebnisse dieser Weiterentwicklung informiert.

☐

☒

Finanzielle Auswirkungen

Ja

☐ Investition
☐ Konsumtive Maßnahme

Gesamtkosten:
Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten:

Gesamteinzahlung:
Jährlicher Ertrag:

Finanzierung
☐ bereits vollständig budgetiert

Gegenfinanzierung durch
☐ Mehrerträge/-einzahlung

Die Gegenfinanzierung ist im
Erläuterungsteil dargestellt.

☐ teilweise budgetiert

☐ Wegfall bestehender Aufgaben

☐ nicht budgetiert

☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates

Nein

Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier

CO2-Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz
Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen)

Nein ☒

Ja ☐

positiv ☐
negativ ☐

IQ-relevant

Nein ☒

Ja

☐

Korridorthema:

Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO)

Nein ☒

Ja

☐

durchgeführt am

Abstimmung mit städtischen Gesellschaften

Nein ☒

Ja

☐

abgestimmt mit

geringfügig
erheblich

☐
☐

–2–

Ergänzende Erläuterungen
Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil vom 10. Oktober 2017 festgelegt, dass die Kategorien
„männlich“ und „weiblich“ als Personenstand nicht ausreichen und die Legislative dazu aufgefordert, das
Personenstandsrecht entsprechend zu ändern. Seit Inkrafttreten des geänderten Personenstandrechts am
1. Januar 2019 wird mit der dritten Geschlechtsoption offiziell anerkannt, dass es Menschen gibt, die sich
nicht in die binären Kategorien „Frau“ und „Mann“ einordnen. Auch Kommunen sind durch diese rechtliche
Änderung aufgefordert, der geschlechtlichen Vielfalt auch sprachlich Ausdruck zu verschaffen.
Bisher gibt es auf Bundesebene keine einheitliche Umsetzung einer entsprechenden geschlechtergerechten
Sprachregelung. Viele Kommunen haben deshalb eigene Regelungen entwickelt. Bei der Stadt Karlsruhe
steht eine umfassende Anpassung der Vorgaben für geschlechtergerechten Sprache an die neuen
rechtlichen Gegebenheiten noch aus. Eine Weiterentwicklung und gesetzeskonforme Anpassung der
Vorgaben zu geschlechtergerechter Sprache bei der Stadt Karlsruhe ist notwendig.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Geschlechtervielfalt in der Sprache sichtbar zu machen. Die
breiteste Verwendung und Akzeptanz findet zur Zeit der Genderstern. Im Rahmen des Projekts wurde die
Umsetzbarkeit des Gendersterns bei der Gleichstellungsbeauftragten, im Kulturamt und im Personal- und
Organisationsamt geprüft. Das Presse- und Informationsamt hat das Pilotprojekt kommunikativ begleitet.
Projektziele waren das Sammeln von Erfahrungen in der Umsetzungspraxis des Gendersterns, das Ermitteln
der Akzeptanz des Gendersterns bei den Mitarbeitenden und der Stadtgesellschaft, das Erkennen von
möglichen Hindernissen bei der Umsetzung des Gendersterns erkennen und die Formulierung von
Empfehlungen für das weitere Vorgehen.
Insgesamt wurden mit der Verwendung und der Akzeptanz des Gendersterns von den Projektbeteiligten
überwiegend positive Erfahrungen gemacht. Die Verwaltung will die Anwendung des Gendersterns als eine
Option ermöglichen. Dazu sollen die aktuellen Regelungen der Stadt Karlsruhe zu geschlechtergerechter
Sprache weiterentwickelt werden und in ein Kompendium mit Empfehlungen für die Ansprache
unterschiedlicher Zielgruppen münden. Ziel ist eine umfassende wertschätzende Kommunikation, die allen
Menschen respektvoll begegnet.
Der Hauptausschuss wird über die Ergebnisse dieser Weiterentwicklung informiert.

Beschluss:

Antrag an den Hauptausschuss
Der Hauptausschuss wird über den Abschlussbericht des Projekts „Genderstern – Umsetzung
geschlechtergerechter Sprache bei der Stadt Karlsruhe“ informiert.