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STELLUNGNAHME Kultur i.B.m. TBA - Ausweisung free Walls

                                    
                                        Stadt Karlsruhe
Stadtamt Durlach

STELLUNGNAHME zum Antrag
CDU-OR-Fraktion

Vorlage Nr.:

2019/1007

Verantwortlich:

Dez. 2 und 6 / Kulturamt i. B. m.
Tiefbauamt

eingegangen am: 19.09.2019

Ausweisung von „free Walls“ für Graffitikünstler

Gremium

Ortschaftsrat Durlach

Termin

TOP

ö

06.11.2019

6

x

nö

Kurzfassung

Für die Graffitigestaltungen im öffentlichen Raum gelten die „Richtlinien der Stadt Karlsruhe für
die Beteiligung Bildender Künstler an Bauvorhaben und an der Gestaltung des öffentlichen
Raumes“. Sowohl für die Freigabe als auch für die Erteilung eines Auftrags zur Gestaltung der
der Unterführung zwischen Dornwaldsiedlung und Untermühlsiedlung ist die Kunstkommission
einzubeziehen.

Finanzielle Auswirkungen
Ja

Gesamtkosten der Maßnahme

Einzahlungen/Erträge
(Zuschüsse u. Ä.)

Jährliche laufende Belastung (Folgekosten
mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Folgeerträge und Folgeeinsparungen)

Nein

Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden
Ja
Nein
Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen:
Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik)
Umschichtungen innerhalb des Dezernates
Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den
Folgejahren zu
IQ-relevant

x

Nein

Ja

Korridorthema:

Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO)

x

Nein

Ja

durchgeführt am

Abstimmung mit städtischen Gesellschaften

x

Nein

Ja

abgestimmt mit

Ergänzende Erläuterungen

Seite 2

Kurzfassung
Am 19.09.2019 hat die CDU-Fraktion die „Ausweisung von „free Walls“ für Graffitikünstler“
beantragt. Die Unterführung zwischen Dornwaldsiedlung und Untermühlsiedlung soll als Fläche
zur freien Gestaltung Graffiti Künstlerinnen und Künstlern zur Verfügung gestellt oder mittels
Ausschreibung vergeben werden. Dies erfordert eine Einbindung der Kunstkommission.

Ausführliche Erläuterung
Für die Graffitikünstlerinnen und -künstler sind freie Flächen, vor allem „Halls of Fame“ (Flächen
zur freien Gestaltung), von großem Interesse. Die bisher verfügbaren Flächen - an der Alb, am
Messplatz und an der Straßenbahnhaltestelle Richtung Wolfartsweier - werden rege genutzt
und es entstehen hochwertige Arbeiten. Die Szene ist gut organisiert und vernetzt über das
Combo Hip Hop Kulturzentrum. Die Verwaltung sieht Graffitikunst als lebendigen Beitrag zur
Stadtgestaltung.
Die bisherigen Halls of Fame können die Nachfrage der Szene nicht ausreichend bedienen. Nach
Einschätzung des Combo Hip Hop Kulturzentrums bedarf es weiterer „Free Walls“ für die Graffitikünstlerinnen und -künstler. Diese sind - genauso wie Kunstschaffende aus anderen Disziplinen - an öffentlicher Wahrnehmung und Sichtbarkeit ihrer Werke interessiert. Die Szene beansprucht keine Flächen, die von ihr dauerhaft gestaltet werden. Sie versteht ihre Kunst als kurzund mittelfristig und betrachtet temporär nutzbare Flächen im Innen- wie im Außenraum als
sehr geeignet.
Nach Einschätzung des Combo Hip Hop Kulturzentrums eignen sich die beiden Wände der Unterführung in Durlach als "Hall of Fame", wären eine willkommene Ergänzung zu den bereits
existierenden „Free Walls“ und könnten die nicht mehr vorhandene Wand am Messplatz ersetzen. Der geringe Abstand zur Straße - der Bürgersteig in der Unterführung ist nur circa drei Meter breit – könnte allerdings dazu führen, dass Sprühdosen auf die Straße rollen und dass Graffitikünstler die Straße betreten. Es handelt sich zwar um eine 30er Zone, an der Unterführung
selbst ist jedoch kein Hinweisschild angebracht. Im Falle einer Freigabe als "Hall of Fame"
spricht sich das Kulturzentrum daher dafür aus, dass ein Tempolimit-Schild direkt an der Unterführung angebracht wird.
Laut Stellungnahme des Tiefbauamtes bestehen aus bautechnischer Sicht für die Unterführung
zwischen Dornwaldsiedlung und Untermühlsiedlung keine Einwände. Die Oberfläche der Wände in der Straßenunterführung ist mit vorgehängten großformatigen Natursteinplatten mit kleinen Fugen ausgebildet, die auf Grund von Schmierereien bereits vor einigen Jahren mit einer
helleren Farbe bis auf eine Höhe von circa 2,5 m überstrichen wurde. Das Tiefbauamt gibt allerdings zu bedenken, dass im Umfeld der Straßenunterführung eventuell mit Graffitis an weiteren, nicht freigegebenen Flächen sowie mit vermehrter Anwesenheit von Graffiti-Sprayern zu
rechnen sei.
Für die Graffitigestaltungen im öffentlichen Raum gelten die „Richtlinien der Stadt Karlsruhe für
die Beteiligung Bildender Künstler an Bauvorhaben und an der Gestaltung des öffentlichen
Raumes“. Sowohl für die Freigabe als auch für die Erteilung eines Auftrags zur Gestaltung der
der Unterführung ist daher die Kunstkommission einzubeziehen.

Ergänzende Erläuterungen

Seite 3

Beschluss (intern):
1.

Für die Graffitigestaltungen im öffentlichen Raum gelten die „Richtlinien der Stadt Karlsruhe für die Beteiligung Bildender Künstler an Bauvorhaben und an der Gestaltung des öffentlichen Raumes“. Sowohl für die Freigabe als auch für die Erteilung eines Auftrags zur
Gestaltung der der Unterführung zwischen Dornwaldsiedlung und Untermühlsiedlung ist
die Kunstkommission einzubeziehen.

2.

Z. d. A. Kunst im öffentlichen Raum allgemein 341.120 und Kunstkommission 341.400

Dienststelle

Datum

Unterschrift

Dez. 1
Dez. 2
Dez. 3
Dez. 6
SJB
TBA
Kulturamt
Kulturbüro
Sachbearbeitung

Sonja von Droste
R 4060