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Satzungstext - Örtliche Bauvorschrift - Gestaltung

                                    
                                        Gestaltungssatzung Altstadt Durlach
Karlsruhe – Durlach

Örtliche Bauvorschriften
- Entwurf -

Gestaltungssatzung Altstadt Durlach

-2-

Fassung vom 31.Januar 2019

Inhaltsverzeichnis:
Rechtsgrundlagen ..................................................................................................... 3
§1
Räumlicher Geltungsbereich ................................................................... 3
§2
Sachlicher Geltungsbereich ..................................................................... 4
§3
Kenntnisgabepflicht................................................................................. 4
§4
Ausnahmen und Befreiungen ................................................................. 5
§5
Verhältnis zu anderen Rechtsvorschriften ............................................. 5
§6
Gestaltungsgrundsätze ............................................................................ 6
§7
Dächer und Dachaufbauten .................................................................... 7
§8
Fassaden ................................................................................................. 10
§9
Türen, Tore, Fenster, Klappläden, Schaufenster .................................. 12
§ 10
Markisen und Vordächer ....................................................................... 12
§ 11
Einfriedungen ......................................................................................... 13
§ 12
Werbeanlagen ........................................................................................ 13
§ 13
Wertvolle Bauteile ................................................................................. 14
§ 14
Technische Bauteile................................................................................ 14
§ 15
Ordnungswidrigkeiten .......................................................................... 15
§ 16
Inkrafttreten ........................................................................................... 15

Gestaltun
ngssatzung Altstadt
A
Durla
ach

-3-

Fassungg vom 31.Jan
nuar 2019

Rechtsgrundlage
en
4 Landesba
auordnung (LBO) in der Fassung vom
Örtlichee Bauvorscchriften gemäß § 74
05.03.2
2010 (GBl. S. 357, berichtigt S. 4
416), in Ve
erbindung mit
m § 4 Gem
meindeord
dnung in
der Fasssung vom 24.07.200
00 (GBL S. 581 ber. S. 698), je
eweils einsschließlich späterer
Änderu
ungen und Ergänzung
gen.
§1

R
Räumliche
er Geltung
gsbereich
D
Der Geltun
ngsbereich dieser Gesstaltungssattzung ist in
n dem beiggefügten Lageplan
aabgegrenztt. Der Lage
eplan ist Beestandteil dieser Satzung.
A
Abgrenzung der Zonen
IInnerhalb des
d Geltung
gsbereichs werden die
e Zonen




A (Kernsta
adt),
B (Stadtma
auerbebau
uung) und
d
C (Stadterw
weiterung
g)

ffestgesetztt. Die Zone
en sind dem
m als Anlag
ge beigefügten Plan zu entnehmen. Er
iist Bestandteil dieser Satzung.
S

D
Darüber hinausgehen
nd werden die Zonen A und B (K
Kernstadt u nd Stadtmauerb
bebauung) wie folgt untergliede
u
ert:

Gestaltungssatzung Altstadt Durlach

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Fassung vom 31.Januar 2019

A1: Gebäude bzw. Gebäudeteile des inneren, vom Modellhausbau des barocken
Wiederaufbaues geprägten Bereiches der Altstadt, die vom öffentlichen Verkehrsraum aus sichtbar sind.
A2: Gebäude bzw. Gebäudeteile des inneren, vom Modellhausbau des barocken
Wiederaufbaues geprägten Bereiches der Altstadt, die nicht vom öffentlichen
Verkehrsraum aus sichtbar sind.
B1: Gebäude bzw. Gebäudeteile der Stadtmauerbebauung, die vom öffentlichen
Verkehrsraum aus sichtbar sind.
B2: Gebäude bzw. Gebäudeteile der Stadtmauerbebauung, die nicht vom öffentlichen Verkehrsraum aus sichtbar sind.

§2

Sachlicher Geltungsbereich
Diese Satzung gilt für alle genehmigungspflichtigen, kenntnisgabepflichtigen und
verfahrensfreien baulichen Anlagen.

§3

Kenntnisgabepflicht
Die Durchführung der nachfolgend aufgezählten, im Anhang zu § 50 Landesbauordnung (LBO) aufgelisteten und demnach verfahrensfreien Vorhaben ist
grundsätzlich im Kenntnisgabeverfahren anzuzeigen. Abweichend davon sind nur
die Unterlagen einzureichen, welche zur Beurteilung des Vorhabens in Bezug auf
die Inhalte dieser Satzung erforderlich sind. Eine Angrenzeranhörung ist nur falls
ohnehin notwendig durchzuführen.









1 a) Gebäude ohne Aufenthaltsräume, Toiletten oder Feuerstätten, wenn
die Gebäude weder Verkaufs- noch Ausstellungszwecken dienen, im
Innenbereich bis 40 m3 Brutto-Rauminhalt
1 b) Garagen einschließlich überdachter Stellplätze mit einer mittleren
Wandhöhe bis zu 3 m und einer Grundfläche bis zu 30 m2
1 h) Fahrgastunterstände, die dem öffentlichen Personennahverkehr oder
der Schülerbeförderung dienen
1 j) Gebäude für die Wasserwirtschaft für die öffentliche Versorgung mit
Wasser, Elektrizität, Gas, Öl oder Wärme im Innenbereich bis 30 m2
Grundfläche und bis 5 m Höhe
1 k) Vorbauten ohne Aufenthaltsräume im Innenbereich bis 40 m3 BruttoRauminhalt
1 l) Terrassenüberdachungen im Innenbereich bis 30 m² Grundfläche
1 m) Balkonverglasungen sowie Balkonüberdachungen bis 30m² Grundfläche
2 c) Öffnungen in Außenwänden und Dächern von Wohngebäuden und
Wohnungen

Gestaltungssatzung Altstadt Durlach




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

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§4

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Fassung vom 31.Januar 2019

2 d) Außenwandverkleidungen, ausgenommen bei Hochhäusern, Verblendungen und Verputz baulicher Anlagen
2 e) sonstige unwesentliche Änderungen an Anlagen oder Einrichtungen
3 c) Anlagen zur photovoltaischen und thermischen Solarnutzung gebäudeunabhängig nur bis 3 m Höhe und einer Gesamtlänge bis zu 9 m
3 d) Windenergieanlagen bis 10m Höhe
4 d) bauliche Anlagen, die dem Fernmeldewesen, der öffentlichen Versorgung mit Elektrizität, Gas, Öl oder Wärme dienen, bis 30 m2 Grundfläche und 5 m Höhe, ausgenommen Gebäude
5a) Masten und Unterstützungen für Fernsprechleitungen, Leitungen zur
Versorgung mit Elektrizität, Leitungen sonstiger Verkehrsmittel, Sirenen,
Fahnen, Einrichtungen der Brauchtumspflege
5 c) Antennen einschließlich der Masten bis 10 m Höhe und zugehöriger
Versorgungseinheiten bis 10 m3 Brutto-Rauminhalt sowie, soweit sie in,
auf oder an einer bestehenden baulichen Anlage errichtet werden, die
damit verbundene Nutzungsänderung oder bauliche Änderung der Anlage
7 a) Einfriedungen im Innenbereich
7 c) Stützmauern bis 2 m Höhe
9 a) Werbeanlagen im Innenbereich bis 1m² Ansichtsfläche
9 c) vorübergehend angebrachte oder aufgestellte Werbeanlagen im Innenbereich an der Stätte der Leistung oder für zeitlich begrenzte Veranstaltungen
9 d) Automaten

Ausnahmen
Ausnahmen von §§ 7 - 14 sind zulässig bei vom Modellhaustypus abweichenden
Bestandsgebäuden, soweit die Zielsetzungen der Satzung (§ 6) nicht beeinträchtigt werden. Die gestalterischen Ziele der Satzung können auch auf anderem
Wege, durch eine qualifizierte Mehrfachbeauftragung (mind. 4 Teilnehmer, Jury
überwiegend aus Fachpreisrichtern) oder einen Wettbewerb gemäß der Richtlinie
für Planungswettbewerbe in der jeweils gültigen Fassung oder mittels einer Zustimmung des Gestaltungsbeirates der Stadt Karlsruhe, erreicht werden. Dies
wird regelmäßig bei öffentlichen und anderen Gebäuden mit Sonderfunktionen
der Fall sein.

§5

Verhältnis zu anderen Rechtsvorschriften
Die örtlichen Bauvorschriften der Bebauungspläne Nr. 729 und Nr. 823 werden
durch die Festsetzungen der Gestaltungssatzung ergänzt.
Abweichende oder weitergehende Anforderungen aufgrund geltender denkmalrechtlicher Vorschriften, insbesondere des § 4 der Satzung zum Schutz der Gesamtanlage "Altstadt Durlach" vom 21. Juli 1998 oder des Umgebungsschutzes
besonderer Kulturdenkmale nach § 15 (DSchG BW) bleiben unberührt.
Die Bestimmungen des Brandschutzes bleiben unberührt.

Gestaltungssatzung Altstadt Durlach

§6

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Fassung vom 31.Januar 2019

Gestaltungsgrundsätze
Die bauliche Entwicklung der Durlacher Altstadt soll so gesteuert werden, dass
ihre unverwechselbare Identität erhalten bleibt.
(1) Die nachfolgend genannten Maßnahmen haben in Bezug auf ihre äußere Gestaltung die städtebaulichen Besonderheiten der Durlacher Altstadt zu berücksichtigen und müssen sich in die Eigenart der die Umgebung prägenden Bebauung einfügen:




Neubauten, Wiederaufbauten, Umbauten und Erweiterungen baulicher
Anlagen und Nebenanlagen (insbesondere auch Werbeanlagen, Automaten, Antennen, Einfriedungen, Vorbauten, Terrassen, Terrassenüberdachungen, Markisen und Anlagen zur Solarenergienutzung).
Die Einfügung ist auch erforderlich für Maßnahmen an einzelnen Bauteilen wie z.B. an Dächern, Dacheindeckungen, Fassaden und am Fassadenverputz, an Gebäudesockeln, Türen, Fenstern, Schaufenstern, Gewänden, Gesimsen, Fensterläden und Einfriedungen.

(2) Die städtebaulichen Besonderheiten der Durlacher Altstadt und die Eigenart
der die Umgebung prägenden Bebauung sind durch nachfolgend benannte
Merkmale gekennzeichnet:





die städtebauliche Grundstruktur mit ovalem Stadtkern, der Vorstadt und
dem Schlossbereich, die historischen öffentlichen und privaten Gebäude,
der Verlauf von Stadtmauer und Graben und die mittelalterliche Parzellierung
die von der historischen Bebauung geprägten Straßen- und Platzräume
mit ihren Profilen, den Belägen, der Möblierung des öffentlichen Raumes
und den Grünbereichen
die Gebäudefassaden mit ihren sich aus der historischen Parzellengröße
und Traufhöhe ergebenden Proportionen, ihren Gliederungen, die Dachzonen, die gestalteten Details an den Fassaden, die Farb- und Materialwahl, Fensterformate, Teilungen und Fensterläden, Tür- und Torflügel.

(3) Auf Gebäude, Gebäudegruppen sowie sonstige bauliche Anlagen und Freiräume von geschichtlicher, wissenschaftlicher, künstlerischer (Kulturdenkmale)
und von städtebaulicher Bedeutung ist hierbei besondere Rücksicht zu nehmen.
(4) Das äußere Erscheinungsbild historischer Gebäudeabstände ist bei Um- und
Neubauten beizubehalten bzw. wiederherzustellen. Andere als die in § 5 Landesbauordnung vorgesehenen Gebäudeabstände sind insoweit zulässig, als eine ausreichende Belichtung und Belüftung und der bauliche Brandschutz gewährleistet
sind.

Gestaltungssatzung Altstadt Durlach

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Fassung vom 31.Januar 2019

(5) Werden mehrere Gebäude zu einem Gebäude zusammengefasst, so sind die
Fassaden und Dächer entsprechend der jeweiligen Gebäudehöhe und -breite zu
gliedern. Wenn bestehende, durch Grundstücksgrenzen getrennte Gebäude baulich verbunden, zu einem Gebäude zusammengefasst oder durch einen Neubau
ersetzt werden, sind die bisherigen Hausbreiten durch differenzierte Fassadenund Dachgestaltung deutlich wahrnehmbar gestalterisch darzustellen.

§7

Dächer und Dachaufbauten
(1) Das äußere Erscheinungsbild historischer Dachkonstruktionen, die Art der
Dachdeckung und die Dachneigung sind zu erhalten. Bei Gebäuden in geschlossener Bauweise sind nur Satteldächer mit Firstlage in Gebäudemitte und beidseitig gleicher Dachneigung zulässig. Ausnahmsweise kann hiervon abgewichen
werden, wenn die Abweichung geringfügig ist (≤ 5°) oder die beiden Dachflächen nicht gemeinsam von öffentlichen Flächen aus wahrnehmbar sind. Die Ausnahme kann begründet werden mit Besonderheiten des Grundstückes, mit erheblich besserer Nutzbarkeit von Innenräumen oder einer verbesserten Zugänglichkeit von Außenräumen.
Zurückgesetzte Dachgeschosse sind in Zone A1 und B1 unzulässig. Drempelgeschosse (Kniestock) sind in Zone A1 unzulässig.
Bei Gebäuden in offener Bauweise (beidseitiger seitlicher Grenzabstand) oder mit
einseitigem Grenzanbau sind auf den Gebäudeseiten mit Grenzabstand auch
Walm- und Krüppelwalmdächer zulässig.
(2) Die zulässige Dachneigung beträgt bei Sattel-, Walm- und Krüppelwalmdächern 40 bis 50 Grad. In der Zone C sind auch Mansarddächer zulässig. In den
Zonen A2 und B sind auch andere Dachformen zulässig, wobei historisch begründete Dachneigungen und Dachdeckungen zu übernehmen sind.
(3) Für alle Zonen gilt: Als Dachdeckung sind nur naturrote oder braune, unglasierte Biberschwanz- oder Doppelmuldenfalzziegel aus Ton mit einer matten
Oberfläche, Naturschieferdeckung oder Dachdeckung nach historischem Befund
zulässig. Die Dachflächen von Dachaufbauten sind mit den Materialien des
Hauptdaches zu decken. Bei zu geringer Dachneigung sind ausnahmsweise andere Materialien zulässig. Diese sind im Farbton an die Dachlandschaft anzupassen.
In der Zone B sind in untergeordnetem Umfang auch Glasdächer zulässig.
(4) Die Seitenflächen von Dachaufbauten sind wahlweise in Fassadenfarbe zu
verputzen oder mit einem Behang aus Biberschwanzziegeln oder Naturschiefer zu
versehen oder mit gefalzten Blechen mit liegenden Falzen im Farbton des Hauptdaches zu verkleiden.
(5) Kamine sind verputzt oder in Sichtmauerwerk aus Ziegeln auszuführen.
Schneefanggitter und Tritte und Stege auf der Dachfläche sind in der Farbe der
Dachdeckung auszuführen. Giebel- und Brandwände sind ohne Verkleidungen
und Verblechungen auszuführen.

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ngssatzung Altstadt
A
Durla
ach

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Fassungg vom 31.Jan
nuar 2019

((6) In der Zone
Z
A1 istt die Traufee als horizo
ontal durchlaufendes Kastengesiims auszzubilden
((7) In der Zone
Z
A1 istt der Ortgaang mit Zahnleiste, Windbrett
W
ooder Mörte
el auszufführen. Orttgangziege
el sind bei N
Neubauten zulässig.
((8) Dachein
nschnitte und Dachterrrassen, sin
nd in Zone C auf nichtt vom öffentlichen
V
Verkehrsraum aus ein
nsehbaren Gebäudese
eiten zulässig. Sie sin d auch in den Zon
nen A2 und B2 zulässsig. In den Zonen A1 und B1 kö
önnen sie bbei Neubautten ausn
nahmsweisse zulässig sein, wen n sie z. B.. auf der straßenabge
s
ewandten Gebäud
deseite lieg
gen, nur ge
eringfügig vvom öffenttlichen Verk
kehrsraum aus wahrn
nehmbar
ssind oder das
d Ortsbild
d durch sie an dieser Stelle
S
nicht beeinträchhtigt wird.
((9) Dachfläächenfenster sind in Zone A1 unzulässig
g ebenso w
wie in derr ersten
D
Dachebenee der Zone B1. Ausna hmen sind möglich, wenn
w
die nnotwendige
e Belichttung durch
h andere Maßnahmeen (Gaube
en, Belichtu
ung von dder Rückseite etc.)
n
nicht sinnvvoll realisierrbar und eeine Nutzun
ng der Dacchräume soonst nicht möglich
iist. Dachflächenfenstter müssen einen Retttungsweg von
v 0,90 m x 1,20 m ermögllichen. Sie sind in ihre
er Größe au
uf das klein
nstmögliche
e Standard modell, das diesen
D
Durchlass gewährleis
g
tet zu besschränken. Sie sind mit
m einem Eindeckrah
hmen in
d
der Farbe der Dachd
deckung zu
u versehen und müsssen flächennbündig in
nnerhalb
d
der Dacheb
bene liegen
n. Außen li egende Ro
ollläden sind
d für Dach flächenfenster unzzulässig. Mehrere
M
Dacchflächenfeenster sind nur in eine
er Höhe unnd mit der gleichen
g
B
Brüstungsh
höhe zulässsig. Die Geesamtfläche aller Dacchflächenfeenster darff in den
ZZonen A1 und B1, so
owie auf deen vom öfffentlichen Verkehrsra
V
um aus sicchtbaren
D
Dachflächeen in Zone C 6% deer jeweilige
en Dachfläcche nicht üüberschreitten. Das
ZZusammen
nfügen von
n Dachfläch
henfenstern zu (horizontalen) Lichtbände
ern und
((vertikalen)) Kassetten
n ist unzuläässig. Dach
hfirstverglasungen sinnd nur aussnahmsw
weise zulässsig, wenn sich die Veerglasung dem Gesam
mtdach gesstalterisch deutlich
u
unterordneet, bzw. die
e Verglasu ng sich in einem vom
m öffentlichhen Verkeh
hrsraum
aaus nicht sichtbaren
s
ewichen
Bereich beefindet. In der Zone B kann hieervon abge
w
werden, wenn
w
die Verglasung
V
im Zusammenhang mit geschl ossenen WandfläW
chen
n der Staddt- und ZwingerZ
mauer bzw. dderen neue
eren Ers
flägänzzungen steeht und sich
chen
nmäßig diessen unterordnet.
(10) Dachgaubeen im Sinne dieser
Satzung sind D
Dachaufbau
uten, die
die Dachtraufee nicht unterbrechen
n. Gaubenn, die dem
m barocken
n Modellhhaustyp entspree
chen
n, sind in iihrem äuße
eren Erscheinungsbild zu erhaltten. Die
A
Anordnung
g von neue
en Gauben muss die Gliederung
G
g der darunnter liegend
den Fasssade aufneehmen, wo
obei historissche Dachk
konstruktio
onen anderre Maße rechtfertig
gen könneen. Dachgauben sind nur zulässsig als Satte
eldach-, W
Walmdach- oder als

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SSchleppgau
uben mit einer
e
maxim
malen Stirnfläche von 2,50 m² uund einer maximam
llen Stirnhö
öhe von 1,6
60 m (siehee Skizze).
((11) Die Brreite des einzelnen Gaaubenfenstters darf nicht mehr aals 95% der Fenstterbreite deer darunterr liegenden
n Fassade betragen.
b
Je
e Gebäudeeseite sind nur
n eine
G
Gaubenreih
he und nurr eine Gaub
benform zu
ulässig (kein
n Mix verscchiedener GaubenG
fformen auff einer Dacchseite und
d keine übe
ereinander angeordneeten Dachg
gauben).
M
Mehrere Gauben
G
sind
d mit gleic her Traufhöhe und auf derselbeen Unterka
ante anzzuordnen. Ausnahme
en wegen d
des Brandscchutzes sind möglich,, soweit die
e daraus
rresultierend
den Auflag
gen nicht an
nderweitig erfüllt werrden könneen.
((12) Gaubeendächer sind in den Zonen A und
u B mit Dachüberst
D
tand und ohne
o
Reg
genrinnen und Fallroh
hre auszub ilden.
(13) Zwerchgieb
Z
bel im Sinn
ne dieser
Satzu
ung sind Dachauffbauten,
welch
he die Dacchtraufe unterbrechen. Sie sind nur in den
n Zonen
A2, B2 und C zulässig. In den
Zonen A1 undd B1 können sie
ausna
ahmsweisee zulässig
g sein,
wenn
n sie z. B. aauf der stra
aßenabgewa
andten Ge bäudeseite
e liegen,
nur geringfügig
g
g vom öffentlichen
Verke
ehrsraum aaus wahrn
nehmbar
sind oder das Ortsbild durch sie
aan dieser Stelle
S
nicht beeinträch
htigt wird. Auf
A der kürzeren Seitte von Walm- oder
M
Mansardwaalmdächern
n sind sie aausgeschlossen, soferrn deren Brreite nicht mindesttens 15 m beträgt. Die Zwerc hgiebelbreite darf nicht mehr als die Hä
älfte der
TTrauflänge der zuge
ehörigen D
Dachseite betragen,
b
maximal jeedoch 5.0
00 m je
ZZwerchgieb
bel, gemessen ab Auß
ßenkante Giebel.
G
Die Traufhöhee eines Zwerchgieb
bels darf die
d Traufhö
öhe des Haauptdachess um max. 2.50m übberschreiten (siehe
SSkizze).
((14) Die Gesamtbrei
G
te aller D
Dachgauben
n und (soffern zulässsig) Zwerchgiebel,
D
Dacheinsch
hnitte und Dachterraassen und (sofern zulässig) Dacchfenster darf
d
zussammen nicht mehr als
a die Hälffte der Trauflänge de
er zugehöriigen Dachsseite bettragen. Der Abstand zwischen D
Dachgaube
en und (soffern zuläss ig) Zwerchgiebeln,
D
Dacheinsch
hnitten und
d Dachterraassen und (sofern zulässig) Dacchfenstern unterein
nander hatt mindesten
ns die Breitte einer Ga
aube zu bettragen (gem
messen ab Außenkkante). Derr Abstand zwischen d
den Oberka
anten von Dachgaubeen und (sofern zullässig) Zweerchgiebeln und Dach einschnitte
en und dem
m Hauptdacchfirst hat mindesttens 1,50 m zu betra
agen (gemeessen in de
er Dachschrräge). Der Abstand zw
wischen
d
der Vorderrkante der Gaubenw and und der
d Vorderk
kante der darunterlie
egenden
FFassade haat horizontal gemesseen mindesttens 0,50 m zu betraagen. Der seitliche
A
Abstand zw
wischen Da
achgauben
n und Dach
hflächenfen
nstern sow
wie zu Gieb
bel, Ortg
gang, bzw. Brandwan
nd hat min destens 1,5
50 m zu be
etragen.

Gestaltungssatzung Altstadt Durlach

§8

- 10 -

Fassung vom 31.Januar 2019

Fassaden
(1) Das äußere Erscheinungsbild historischer Fassadengliederungen ist grundsätzlich zu erhalten. Die Fassade ist als Lochfassade mit überwiegendem Wandanteil
zu gestalten. Erd- und Obergeschosse sind so aufeinander abzustimmen, dass eine ganzheitlich zusammenhängende Gestaltung über die gesamte Fassadenhöhe
entsteht, die nicht durch Bauteile, Werbung und/oder Farbe unterbrochen bzw.
gestört wird. Die Öffnungen unterschiedlicher Geschosse sind in vertikalen Achsen und/oder durch übereinstimmende Außenkanten aufeinander zu beziehen.
Die Ober- und Unterkanten der Fensteröffnungen eines Geschosses sind innerhalb eines Fassadenabschnittes jeweils auf gleicher Höhe anzuordnen. Vorhandene Gliederungs- und Gestaltungselemente wie horizontale Gesimse, Lisenen,
Fenster-, Tür- und Torgewände, Sockel, Sohlbänke oder Klappläden sind in ihrem
äußeren Erscheinungsbild zu erhalten oder ersatzweise wiederherzustellen.
In der Zone B sind andere Fassadengliederungen zulässig, wenn durch sie die Geschlossenheit der Mauerflächen von Stadt- und Zwingermauer betont wird.
(2) Die Freilegung von Fachwerken ist nur bei ursprünglichem Sichtfachwerk zulässig. Intaktes Sichtfachwerk ist in seinem äußeren Erscheinungsbild zu erhalten.
Eine Verglasung von Gefachen ist in Zone A1 unzulässig. Die Hölzer des Sichtfachwerks müssen dunkler gefasst sein als die Ausfachungen.
(3) Balkone, Loggien und Erker sind nur in den Zonen A2, B2 und C zulässig. In
den Zonen A1 und B1 können sie ausnahmsweise zulässig sein, wenn sie z. B.
auf der straßenabgewandten Gebäudeseite liegen, nur geringfügig vom öffentlichen Raum aus wahrnehmbar sind oder das Ortsbild durch sie an dieser Stelle
nicht beeinträchtigt wird.
(4) Fassaden- oder Sockelverkleidungen aus Holz, Metall, Kunststoff, Faserzement, Keramikfliesen, Waschbeton, Natursteinimitationen, sowie Verkleidungen
oder Fassadenelemente, die andere Materialien oder Fassadenkonstruktionen imitieren, sind unzulässig In den Zonen A und B sind Fassaden mit einem fein- bis
mittelkörnigen, richtungslos verriebenen Außenputz zu versehen. Historische
Sandsteinsockel dürfen nicht verputzt werden. Ansonsten sind Gebäudesockel zu
verputzen oder mit unpoliertem, ortstypischem Sandstein oder Beton mit Sandsteinvorsatz zu verkleiden. In der Zone A1 sind auch Neubauten mit einem Sockel
auszubilden.
(5) Die Verkleidung von Natursteintreppen ist nicht zulässig.
(6) Die Verkleidung von Brand- und Giebelwänden, sowie vortretenden Fassadenteilen, wie Sockel, Gesimse, Lisenen, Fensterverdachungen oder Fensterbänke, ist
nicht zulässig.
(7) Putzfassaden sind mit Farbanstrichen oder durch Einfärbung des Putzes mit
matter Oberfläche zu gestalten. Die Farbtöne sollen, soweit nachweisbar, dem

Gestaltungssatzung Altstadt Durlach

- 11 -

Fassung vom 31.Januar 2019

maßgeblichen Befund entsprechen oder müssen sich andernfalls gestalterisch in
die Umgebung einfügen. Brandwände und Brandgiebel müssen in Angleichung
an die Fassade gestaltet werden.
(8) Die nachfolgenden Angaben von Farbwerten beziehen sich auf das RALClassic-System (vorwiegend für Sockelfarben) bzw. das RAL-Design-System. Für
die Gestaltung von Wandflächen und Sockeln sind folgende Farben zulässig:






Farbtonbereich150-360:
Helligkeit > 80, Buntheit < 10
Farbtonbereich 010 - 140:
Helligkeit > 80, Buntheit < 20
Farbtonbereich 095 - 140:
Helligkeit > 80, Buntheit < 20
Farbtonbereich 050 - 090:
Helligkeit > 80, Buntheit < 30
Farben aus dem RAL- Classic –Bereich von 7000 bis 8000 und deren
Aufhellungen für Sockel

Dunklere Farben bis zu einer Helligkeit > 70 sind unter Einhaltung der festgesetzten Buntheit als Ausnahme in Abstimmung mit der Farbgebung der angrenzenden Bebauung zulässig.
Die Wandflächen einer Fassade sind mit maximal drei Farben zu gestalten, von
denen eine mindestens 70 % der Fassadenfläche (ohne Fensterflächen) einnehmen muss.
Sollen Fassadenteile, die der Fassadengliederung dienen gestalterisch abgesetzt
werden, so ist dies durch Veränderung des Helligkeitswertes, einen anderen Farbton oder neutrale graue Farben mit einer Helligkeit > 70 möglich. Fassadenelemente wie Klappläden, Türen, Tore und Markisen sind nur in Farben mit einer
Buntheit < 40 zulässig.
Fensterprofile sind in der Zone A nur in hellen, nicht glänzenden Materialien
oder mit Beschichtungen oder Anstrichen mit einer Helligkeit > 90 zulässig.
Diese Bestimmungen gelten vorbehaltlich abweichender historischer Farbbefunde, falls diese nachempfunden werden sollen, oder aus denkmalrechtlichen
Gründen müssen. Es wird dringend empfohlen, alle Fassadenfarben grundsätzlich
vor der Ausführung, anhand von zusammen mit der Denkmalbehörde bzw. dem
Stadtplanungsamt ausgewählten, örtlich anzubringenden Farbmustern, abzustimmen.
(9) Auf historischen Fassaden an vom öffentlichen Verkehrsraum aus sichtbaren
Gebäudeschauseiten ist das Aufbringen von Wärmedämmverbundsystemen oder
vergleichbaren flächigen Fassadensystemen unzulässig.

Gestaltungssatzung Altstadt Durlach

§9

- 12 -

Fassung vom 31.Januar 2019

Türen, Tore, Fenster, Klappläden, Schaufenster
(1) Das äußere Erscheinungsbild historischer Türen, Tore und Fenster ist zu erhalten. In den Zonen A1 und B1 sind Fenster mit hochkant stehenden, rechteckigen
Formaten zu gestalten und ab einer Breite von 0,80 m mit Profilen oder Pfosten
zu gliedern. Tür-, Tor- und Fensterrahmen sowie Gewände sind im Farbton auf
die Fassade abzustimmen. Die Glasanteile in Türen, Toren und Fenstern dürfen
nicht zugestrichen und nicht durch Werbeverklebung überdeckt werden. Die
Verwendung von Glasbausteinen, Verglasungen aus dunkel getöntem Glas, aus
Draht- Struktur- und Spiegelglas und von Sprossen im Scheibenzwischenraum
(unechte Sprossen), ist unzulässig. Gebäudedurchfahrten sind mit Toren zu versehen. Rolltore, Rollgittertore und Sektionaltore sind unzulässig.
(2) Das äußere Erscheinungsbild historischer Schaufenster ist zu erhalten. Schaufenster sind nur im Erdgeschoss, dort auch fassadenbündig und mit einer maximalen Einzelbreite von 3,00 m zulässig. Schaufenster sind nur mit Brüstungen
oder Sockel zulässig und sind mit Türen, Toren und Fenstern auf Gliederung und
Maßstab der Fassade abzustimmen. Zulässig sind, insbesondere bei Gastronomiebetrieben auch öffenbare Schaufensteranlagen, sofern eine in ihrer Höhe an
die Fassadengliederung angepasste Sockelblende vorhanden ist. In der Zone A1
und B1 sind zwischen mehreren Schaufenstern Pfosten, Pfeiler oder Mauerabschnitte anzuordnen. Rollläden vor Schaufenstern sind unzulässig. Ausnahmen
sind nur bei Vorlage einer entsprechenden versicherungstechnischen Forderung
zulässig.
(3) In den Zonen A1 und B1 sind vorhandene Fensterläden in ihrem äußeren Erscheinungsbild zu erhalten. Neue Fensterläden sind entsprechend historischer
Materialien und Gestaltungen auszuführen. Alle Fensterläden auf einer Fassadenseite müssen gleich gestaltet sein. Rollladenkästen, die vor die Fassade vorstehen
oder das ursprüngliche Fensterformat verkleinern, sind unzulässig.

§ 10

Markisen und Vordächer
(1) Markisen sind nur als Schleppmarkisen an Schaufenstern und Ladeneingängen
zulässig, jeweils beschränkt auf die Breite der einzelnen Schaufenster bzw. Eingänge, mit einer maximalen Auskragung von 1,50 m. Markisen sind ohne Volants und aus einfarbigem, textilem Material und in beweglicher Konstruktion
auszuführen. Sie dürfen Gliederungselemente der Fassade nicht überdecken oder
beeinträchtigen. Die Farbgebung der Markisen ist auf die Farbgebung der Gebäudefassade abzustimmen. Unzulässig sind glänzende Materialien mit Kunststoff oder Metallbeschichtung, Signalfarben nach RAL sowie Tages- oder Nachtleuchtfarben.
(2) Vordächer sind nur in der Pfinztalstraße in der Erdgeschosszone und ausschließlich über Schaufenstern oder Ladeneingängen zulässig. Vordächer sind auf
die Breite der Schaufenster oder Eingänge mit einem maximalen seitlichen Über-

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stand von 0,30 m zu beschränken und als filigrane Metall-Glas-Konstruktionen
auszubilden. Die maximal zulässige Auskragung von Vordächern beträgt 1,50 m,
gemessen senkrecht ab Außenkante Fassade. Ihre Unterkante soll 3,50 m nicht
unterschreiten.
(3) Vordächer sind grundsätzlich unzulässig als

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§ 11

massive Betonplatten/Betonkonstruktionen
verkleidete Holz- und Metallkonstruktionen
ziegel- oder schindelgedeckte Vordächer

Einfriedungen
Das äußere Erscheinungsbild historischer Einfriedungen ist zu erhalten. Einfriedungen in der Flucht straßenbegleitender Fassaden sind nur zulässig als Natursteinmauer, verputzte Mauer oder Sockelmauer mit Pfosten und Zwischenfeldern
aus hölzernen oder metallenen Stabgeländern mit einer Gesamthöhe bis zu 1,50
m. Bezugspunkt ist die Höhe der angrenzenden öffentlichen Verkehrsfläche. Für
Türen und Tore innerhalb der Einfriedungen gelten diese Festsetzungen entsprechend. Einfriedungen von Vorgärten sind wahlweise zulässig als Metallgitterzäune oder geschnittene Hecken, jeweils mit einer Höhe von 0,80 m bis 1,80 m.

§ 12

Werbeanlagen
(1) Werbeanlagen sind nur an der Stätte der Leistung auf den der Straße zugewandten Fassaden im Erdgeschoss oder, wenn im Erdgeschoss nicht möglich, bis
zur Fensterbrüstung des 1. Obergeschosses zulässig. Werbeanlagen sind der historischen Bebauung in Form, Farbe, Platzierung und Ausmaß unterzuordnen.
Wesentliche architektonische Gliederungselemente wie z.B. Giebeldreiecke, Gesimse, Lisenen oder Fassadenstuck dürfen mit Werbeanlagen nicht überdeckt
werden.
(2) Zulässig ist Werbung aus selbstleuchtenden, hinterleuchteten oder auf die
Fassade aufgemalten Einzelbuchstaben, wobei diese maximal 0,10 m auftragen
und eine Höhe von 0,40 m nicht überschreiten dürfen. Werbung senkrecht zur
Fassade ist mit einer max. Ausladung von 0,80 m zulässig. Die Größe einer einzelnen senkrechten Werbefläche beträgt maximal 0,50 m².
Die Gesamtbreite der Werbeanlagen darf 50% der Gebäudebreite und pro Werbeanlage die Länge von 3,00 m nicht überschreiten. Gebäudeübergreifende
Werbeanlagen sind unzulässig. Zu Gebäudekanten ist ein seitlicher Abstand von
mindestens 0,50 m einzuhalten.
(3) Mehrere Werbeanlagen an einem Gebäude sind in Form, Farbe, Schriftart und
Größe aufeinander abzustimmen.

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(4) Zulässig sind ferner diejenigen Werbeanlagen im öffentlichen Verkehrsraum,
die mittels Verträgen der Stadt oder ihrer Gesellschaften geregelt werden.
(5) Unzulässig sind bewegte Werbung, sowie Werbung mit wechselndem oder
grellfarbigem Licht und Werbung in Signalfarben. Dies gilt auch für registrierte
Firmen- oder Markenzeichen.
(6) Werbung in Vorgärten, an Einfriedungen, auf Türen, Toren, Fenstern, Klappläden, Markisen, Vordächern, Balkonen, Erkern, Dächern, Giebeln, Brandwänden
ist unzulässig.
(7) Ortsfeste Werbeanlagen auf öffentlichen Flächen sind mit Ausnahme der in
Abs. (4) genannten unzulässig.
(8) Fenster- und Schaufensterflächen dürfen nicht dauerhaft zu mehr als 10% ihrer Fläche verdeckt sein (z.B. durch Verklebung oder Anstrich). Ausnahmen sind
nur kurzzeitig für Umbaumaßnahmen oder Dekorationen zulässig.

§ 13

Wertvolle Bauteile
Historisch bedeutsame Bauteile, auch wenn sie nicht dem Denkmalschutz unterliegen, wie Wappen, Schlusssteine, Gewände, Konsolen, Zierfiguren, Bleiglasfenster, Kreuzstockfenster, handgestrichene Biberschwanzziegel, Bodenbeläge, Einfriedungen u.a. müssen an ihrem ursprünglichen Ort in ihrem äußeren Erscheinungsbild erhalten bleiben.

§ 14

Technische Bauteile
(1) Solar- und Photovoltaikanlagen sind in allen Zonen auf den nicht vom öffentlichen Verkehrsraum einsehbaren Dachflächen mit gleicher Dachneigung wie das
darunter liegende Dach und mit einem Abstand zur Dachhaut von max. 0,20 m
und einem Abstand zu Dachfirsttraufe und Ortgang von jeweils mindestens 0,30
m (gemessen in der Dachschräge) zulässig. Auf einer Dachfläche dürfen nur einheitliche Formate in der gleichen Ausrichtung (horizontal oder vertikal) angeordnet werden. Anlagen, die nicht mehr in Betrieb sind, sind sofort zurückzubauen.
(2) Satellitenempfangsantennen (Parabolspiegel, Planarantennen) sind nur in Zone A2, B2 und in Zone C auf den nicht vom öffentlichen Verkehrsraum einsehbaren Gebäudeteilen zulässig. Empfangsanlagen auf Fassaden sind unzulässig.
(3) Das Anbringen von Klimageräten auf Dächern, Vordächern und Fassaden ist
nur in Zone A2, B2 und in Zone C auf den nicht vom öffentlichen Verkehrsraum
einsehbaren Gebäudeteilen zulässig, wenn sich die Farbgebung dem Dach bzw.
der Fassade angleicht.
(4) Sichtbare Edelstahlkamine sind unzulässig.

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(5) Das Aufstellen von Abfallbehältern auf privaten Flächen, die unmittelbar an
den öffentlichen Verkehrsraum angrenzen, ist nur zulässig, wenn die Behältnisse
mit Stein oder Holz verkleidet oder die Standorte eingegrünt sind.

§ 15

Ordnungswidrigkeiten
Ordnungswidrig nach § 75 Abs. 3 Nr. 2 LBO handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen § 7 (2)
Dachneigung, Dachform
§ 7 (3)
Dachdeckung
§ 7 (8)
Dacheinschnitte, Dachterrassen
§ 7 (9)
Wärmedämmverbundsysteme
§8
§8
§8
§8
§8

(1)
(3)
(4)
(8)
(9)

§9
§ 10 (2,3)
§ 12
§ 14 (3)

Fassadengliederung
Balkone, Loggien, Erker
Fassadenmaterialien
Farben
Wärmedämmverbundsysteme
Türen, Tore, Fenster, Klappläden, Schaufenster
Vordächer
Werbeanlagen
Klimageräte

verstößt.
Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 100.000 € geahndet
werden.

§ 16

Inkrafttreten
Die Gestaltungssatzung Altstadt Durlach tritt mit der ortsüblichen Bekanntmachung in Kraft.

Karlsruhe 16. Februar 2016
Fassung vom 31. Januar 2019
Stadtplanungsamt

Prof. Dr.-Ing. Anke Karmann-Woessner