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Stellungnahme TOP 29

                                    
                                        Stadt Karlsruhe
Der Oberbürgermeister

STELLUNGNAHME zum Antrag
GRÜNE-Gemeinderatsfraktion

Vorlage Nr.:

2019/0756

Verantwortlich:

Dez. 2

Wartezeiten vor Freibädern reduzieren - Einführung einer "Eintritts-App"

Gremium

Termin

TOP

ö

Gemeinderat

24.09.2019

29

x

nö

Kurzfassung

Die Verwaltung beabsichtigt die Einführung einer „Eintritts-App“-Funktion innerhalb des Projektes „digital@KA“.
Das Projekt wird von einem breiten Partnerkonsortium getragen und garantiert dadurch die
Anbindung unterschiedlichster Dienste sowie deren Bezahlfunktion, zum Beispiel am Zoologischen Stadtgarten, ÖPNV oder dem ZKM. Bei entsprechender Akzeptanz ist ein Ausbau auf
weitere Einrichtungen wie Bäder oder Theater möglich.
Das Marketingkonzept und die Entwicklung eines Betreiberkonzeptes sind Arbeitspakete innerhalb des Projektes.
Die Möglichkeiten des Ausbaus von KA-WLAN werden regelmäßig geprüft. Der Ausbau richtet
sich nach vermuteter Nutzerakzeptanz sowie der wirtschaftlichen und technischen Machbarkeit.

Finanzielle Auswirkungen
Ja

Nein

Gesamtkosten der Maßnahme
1.781.375,00 € (Gesamtkosten
digital@KA für 30 Monate)

Einzahlungen/Erträge
(Zuschüsse u. Ä.)
1.515.656,25 € (Gesamterträge digital@KA für 30 Monate)

Jährliche laufende Belastung (Folgekosten
mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Folgeerträge und Folgeeinsparungen)
106.287,50 €
(davon 50.000 €/Jahr Sachkosten, Rest Personalkosten)

Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden
Ja
Nein
Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen:
Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik)
Umschichtungen innerhalb des Dezernates
Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den
Folgejahren zu
IQ-relevant

X

Nein

Ja

Korridorthema:

Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO)

X

Nein

Ja

durchgeführt am

Abstimmung mit städtischen Gesellschaften

X

Nein

Ja

abgestimmt mit

Ergänzende Erläuterungen

Seite 2

Die Verwaltung prüft regelmäßig technische und organisatorische Möglichkeiten zur Reduzierung der Wartezeiten an städtischen Einrichtungen. So wurden Ende 2018 am Zoo automatisierte Zugänge in Betrieb genommen. Außerdem geht im zweiten Halbjahr 2019 der neue ZooWebshop online, womit dann zum Beispiel auch per Smartphone vorab ein Ticket erworben
werden kann.
Auch in Spitzenzeiten sollte die Wartedauer nicht mehr als 30 Minuten betragen.
Eine Änderung der Kassensysteme und Zugänge ist stets mit hohen Kosten verbunden. Ob die
jeweilige Änderung letztendlich von den Kunden wie erwartet angenommen wird und damit
zur Optimierung des Zugangs führt, wird daher regelmäßig im Probebetrieb vorab getestet und
entsprechend evaluiert.
Dieses Vorgehen wird auch bei digital@KA entsprechend umgesetzt. Die Einführung einer „Eintritts-App“ ist seit Beginn der Planungen fester Projektbestandteil der kommenden City-App.
Die Bezahlfunktion soll dort neben den rein städtischen Einrichtungen, auch den ÖPNV und
kulturelle Einrichtungen auch des Landes umfassen.
Dabei wird auch zu berücksichtigen sein, dass das sogenannte ePayment (digitales Bezahlen)
per Smartphone auch in Deutschland vor einem grundlegenden Umbruch steht. Große Anbieter
wie Apple oder Facebook arbeiten an eigenen Lösungen. Deren Akzeptanz bei den Kunden
wird Auswirkungen auf alle kostenpflichtigen digitalen Angebote haben.
Für einen ersten Probebetrieb ist insbesondere der Zoo prädestiniert, da dort die datentechnische Infrastruktur sowie auch das eingesetzte Kassensystem durch das städtische Amt für Informationstechnik und Digitalisierung bereitgestellt werden. An den jeweiligen Zugängen (und
auch an der Seebühne) werden zudem bereits KA-WLAN-Hotspots betrieben. Möglichkeiten des
KA-WLAN-Ausbaus werden regelmäßig geprüft.
Die (Weiter-) Entwicklung einer Multifunktions-App für Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des
Projektes digital@KA erfolgt in 6-Monats-Zyklen. Eine erste Minimalversion der App zum Nachweis der technischen Machbarkeit liegt seit Juli 2019 vor und wird innerhalb des Projektkonsortiums getestet. Eine weiterentwickelte Version der App wird danach alle sechs Monate veröffentlicht.
Die angefragte Eintritts-App-Funktion kann auf zwei mögliche Arten ihren Weg in die Multifunktions-App finden:
 integriert in die Multifunktions-App (als so genanntes „In-App“)
 angebunden an die Multifunktions-App (als externer Dienst) über eine Schnittstelle
Das Projekt digital@KA stellt den Betreibern von anderen Apps ein Software Development Kit
(SDK) zur Integration in die Multifunktions-App sowie eine Schnittstelle für die Anbindung als
externer Dienst zur Verfügung. Die entsprechenden Integrationsarbeiten müssen dann allerdings die Betreiber der jeweiligen App selbst vornehmen (das heißt auf eigene Kosten).
Das Marketingkonzept für digital@KA sowie das Betreiberkonzept werden derzeit parallel zur
technischen Entwicklung erarbeitet.